Probleme bei der Emotionsregulation

Die Störung der Emotionsregulation steht sicherlich im Zentrum der Problematik. Eine vor allem für die Borderline-Störung typische, extrem niedrige Reizschwelle führt zur Auslösung von Emotionen, die sich auf sehr hohem Erregungsniveau halten und nur langsam abklingen. Dazu kommen die Schwierigkeiten, Gefühle zu steuern, die mangelnde Impulskontrolle und eine enorme Angst vor Gefühlen. Betroffene sind impulsiv und reagieren wesentlich heftiger als andere Menschen in ähnlichen Situationen. Es konnte empirisch nachgewiesen werden, dass Betroffene Emotionen zwar wahrnehmen, aber nicht differenzieren, zuordnen und benennen können. Diese werden als aversive und oft unerträgliche Spannungszustände wahrgenommen, gehen häufig mit dissoziativen Zuständen einher und werden nicht selten durch Selbstverletzungen oder andere dysfunktionale Verhaltensweisen unterbrochen, da in den meisten Fällen keine alternativen Lösungsstrategien zur Verfügung stehen.

2.4.13 11:10

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